Donnerstag, 16. Februar 2012

Argentina - We are back!

Aufgrund unserer Empfehlung und Landeskenntnis kam Danny in Salta zum ersten Mal in den Genuss einer echten argentinischen Parrillada. Tapfer stellte er sich den vorliegenden Koestlichkeiten und konnte sich vor allem fuer Matambres (Bauchlappen) erwaermen, haha. Der herrlich intensive Geschmack wird ihm bestimmt noch lange in Erinnerung bleiben ;-) Nein nein, wir sind nicht schadenfroh... wir wollen immer nur das Beste fuer unsere Freunde, hehe.


Mit vollem Magen machten wir uns erfolgreich auf die Suche nach einer guenstigen Autovermietung. Nach kleineren Besorgungen und einem kurzen Stadtrundgang, wo wir zum fuenften Mal auf unserer Reise den 2 Salzburgern Karin und Robert ueber den Weg liefen, verabredeten wir uns mit ihnen auf ein paar Drinks am selbigen Abend.




Unser Roadtrip in Richtung Buenos Aires startete am darauffolgenden Morgen mit einem etwas aelteren, aber immer noch schnittigen VW Gol, die suedamerikanischen Antwort auf den deutschen Golf. Unsere Fahrt nach Cachi, dem ersten Etappenstopp der Ruta de los Vinos, fuehrte uns durch den Parque Nacional Los Cardones, vorbei an Riesenkakteen und anderen Naturschoenheiten.







Im immer noch kleinen (obwohl es vor 3 Jahren nur halb so gross war) und niedlichen Oertchen Cachi schlugen wir auf einem huebschen Campingplatz unser Nachtlager auf. Mit ein paar Glaeschen Rotwein aus der Region, Dannys hervorragenden Ray Charles Imitationskuensten, netten Geschichten und lustigen Wuerfelspielen neigte sich der Abend dem Ende zu. Waehrend wir es uns ins kuschligen Zelt verkrochen, hiess es fuer Danny "Draussen bleiben". Aber sein provisorisch, liebevoll eingerichtetes Himmelbett war auch nicht zu verachten, zumindest nicht in dieser Nacht...




Entlang der Ruta 40 ging es weiter suedlich nach Cafayate, einem netten Staedtchen, welches vor allem aufgrund der umliegenden Bodegas ein beliebtes Reiseziel ist. Bekannt ist die Region fuer ihren guten Weisswein, den auch wir bei der Bodega Vasija Secreta gratis verkosten konnten.





Und wieder einmal liessen wir den sommerlich heissen Tag mit Wein, Wuerfeln und Lebensweisheiten ausklingen. Die froehlich quakenden Froesche um uns herum rochen wohl den aufkommenden Wetterumschwung und freuten sich schon auf ein ausgiebiges Bad - im Gegensatz zu Danny, der etwas spaeter, nachdem wir schon friedlich in unserer trockenen Hoehle schlummerten, mit seiner davontreibenden, aufblasbaren Isomatte unter freiem Himmel ziemlich "nass" aus der Waesche schaute...


Vermutlich aufgrund der defizitaeren Nachtruhe gelang es unserem selbstsicheren Fahrer nicht den Umleitungen zu folgen, was uns zu zusaetzlichen Kilometern und einem Abstecher ins sicher komplett untouristische Santa Maria verhalf. Nach einer Pizza und einem "Super-Scheno" (kleiner Insider am Rande) befanden wir uns bald wieder auf der richtigen Route nach Tafi del Valle. Leider war der Abend total verregnet und so wurde heisser Tee anstatt Wein serviert.


Und siehe da - schon stand Weihnachten vor der Tuer. Der 24. Dezember begann mit reichlichen Geschenken am Fruehstueckstisch, ein Ueberraschungsei fuer jeden! :-) Tucuman wurde spontan zur Weihnachtsstadt auserkoren. Dannys Motto an diesem besonderen Tag lautete: Sponsorn statt grossen Geschenken. Somit landeten wir in einem richtigen Hotel mit Swimmingpool auf der Dachterrasse - was fuer ein Segen.


Mit hoher Erwartung machten wir uns auf die Suche nach einem ueppigen Festtagsmahl... wenig spaeter fanden wir uns niedergeschlagen und mit ein paar gepluenderten Vorraeten aus dem einzig offenen Kiosk der Stadt in unserem Hotelzimmer wieder. Mit Weihnachtsbaum und Kerzenschein ueber das Skype-Videofenster aus Wien (Danke an unsere liebe Suse) sangen wir gemeinsam besinnliche Lieder und kamen somit auch noch ein wenig in Weihnachtsstimmung.

Auf dem Weg nach Catamarca machten wir einen kurzen Abstecher ins kleine, bewaldete Nationalparkgebiet Los Alisos. Nachdem wir die Abzweigung zur Lagune verpasst hatten, begnuegten wir uns mit Mittagessen und kurzer Rast am Fluss.



Zuegig fuhren wir am naechsten Tag weiter in den Parque Natural Ischigualasto, wo wir Danny den Cerro Morado raufjagten. Von oben aus hatte man einen wunderbaren Ausblick ueber die Gegend.




Fuer die Uebernachtung bot sich Valle Fertil an, ausser Dutzenden Cabañas und einer unertraeglichen Hitze hatte dieses verschlafene Doerfchen jedoch nicht viel zu bieten.
Der darauffolgende Tag verlief mal wieder nicht wie geplant: nach einem der leckersten Steaks aller Zeiten in San Juan versuchten wir die Ruta 12 Richtung Westen zu finden. Da Strassenschildern in dieser Stadt Mangelware sind, mussten wir uns auf die konfusen und teils widerspruechlichen Wegbeschreibungen der Einheimischen verlassen. Was fuer ein Fehler :-). Nach mehreren Stunden vergeblichen Suchens hatten wir die Schnauze voll und kehrten bei einer grossen Hotelanlage mit Poollandschaft und Partysound ein, um unsere aufgeheizten Koerper und Nerven abzukuehlen.




Neuen Mutes starteten wir einen letzten Versuch im naechsten Dorf, wo wir schlussendlich erfuhren, dass die gesuchte Route aufgrund eines Staudammes nicht mehr existiert... Weil unsere Nerven blank lagen und wir keinen weiteren Umweg in Kauf nehmen wollten, beschlossen wir eine ganz andere Richtung einzuschlagen und fuhren noch am selben Abend in den Osten nach Chepes. Nach einer weiteren hitzigen Nacht neben laut brausenden Ventilatoren verliessen wir nichts ahnend den letzten groesseren Ort vor Cordoba, sicherheitshalber ohne ausreichendem Wasservorrat (da wir mit unserem den armen, ausgedursteten Danny versorgen mussten) und nur halbvollem Tank. Aus einer asphaltierten Hauptstrasse wurde ploetzlich eine endlos wirkende, sich in die Berge verlaufende, staubig-loechrige Nebenstrasse. Im einzig bewohnten Haeuschen am Strassenrand erstand Danny eine Flasche Wasser... jetzt mussten wir nur noch hoffen, dass unsere ueberschlagsmaessige Kilometerrechnung aufgeht, um mit dem Benzin auszukommen. Der "Camino de los volcanes y tuneles" schlaengelte sich dem Berg empor. Vom Mirador aus hatte man eine herrliche Aussicht in die unendlichen Weeeeiten der Pampas ;-). Zu Mittag stillten wir unseren Hunger mit gegrilltem Zickleinfleisch, der Spezialitaet dieser Region. Danach gabs nur noch 2 Stopps auf dem Weg nach Cordoba: einen Freiwilligen, um in einem Fluss zu baden, und einen Unfreiwilligen, bei dem wir uns von der Polizei wegen Fahren ohne Licht und Missachtung der Anschnallpflicht am Rücksitz einen saftigen ersten Strafzettel einheimsten.




Was alle Leute an Cordoba so toll finden, haben wir bis jetzt noch nicht herausgefunden. Aus unserer Sicht ist es eine argentinische Grossstadt mit wenig Charme und spaerlichen Gruenflaechen. Aber vielleicht lag das auch am anhaltenden Regen, an den ungeniessbaren Cocktails und den unwillkommenen Bettgenossen (Wanzen), dessen Strassen Tatis Koerper verzierten.


Die Weiterfahrt nach Rosario verlief dank der guten Straßenverhältnisse rasch und problemlos. Am Abend spazierten wir der Promenade des Rio Parana entlang und weiter zum Monumento Nacional a la Bandera, welches zu dieser Stunde wunderschön mit den Nationalfarben beleuchtet wurde. Die schöne Lage am breiten Fluss, das viele Grün in der Stadt, die einladenden Gastgärten der diversen Lokale sowie die Gemütlichkeit der Leute machen Rosario zur für uns sympathischsten argentinischen Stadt neben Buenos Aires und natürlich Mar del Plata.






Rechtzeitig vor dem Jahreswechsel erreichten wir, wie geplant, die Hauptstadt am Rio de la Plata. Den 31. ernannten wir zum Frauentag, das heißt Friseurtermin und Shoppingtour in Palermo Soho. Das neue Jahr begrüßten wir zusammen mit anderen Hostelgästen aus Kolumbien, Chile, Argentinien, Frankreich, Deutschland und Österreich auf der hauseigenen Dachterrasse mit reichlich Kost und Trank. Die vielen "Fondos blancos" und "Stößchen" zeigten ihre Wirkung und sorgten für einen heiteren Start ins Jahr 2012.




Zum ersten Mal auf unserer Reise verweilten wir für 2 Wochen am selben Ort. Wir trafen uns mit argentinischen Freunden, deckten uns mit neuen Kleidungsstücken ein und besuchten nette Plätzchen in Stadt und Umgebung, grillten leckere Steaks auf der Terrasse, tranken viel Mate, verabschiedeten uns von Danny und feierten eine gebührende Reunion mit Elia und seiner Schwester Ju bei einem genialen Live-Konzert im Niceto Club.










Von unseren Bussitzen aus mussten wir uns bei Sonnenuntergangsstimmung schweren Herzens vom lebendigen und facettenreichen Buenos Aires verabschieden...



Alles Liebe aus Argentinien,
eure Mädels


2 Kommentare:

  1. oooh, ihr zwei süßen, ich freu mich schon so auf ein wiedersehen!! wunderschöne fotos und eine tolle geschichte! viele bussis, eure suse

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