Freitag, 21. Oktober 2011

Unsere letzten Tage in Ecuador

Nachdem wir lange Zeit kein Lebenszeichen mehr von uns gegeben haben, hier nun endlich wieder die neuesten Stories unserer Reise...

Um der Grossstadt Latacunga zu entkommen, fluechteten wir in das ecuadorianische Wellness-Oertchen Baños, wo wir ein paar gemuetliche Tage verbrachten. Am ersten Tag mieteten wir uns Mountainbikes um die umliegenden Wasserfaelle (Ruta de las cascadas) mit dem Rad zu erkundschaften. Das Interessante auf dieser Route war der Wechsel von einer Klimazone (gemaessigteres Andenklima) in die Naechste (tropischeres Gebiet). Der Ort Machay war unser letzter Stopp, wo wir uns in einem urigen Lokal mit einer frischgefangenen Trucha (Forelle) fuer unseren anschliessenden Abstecher zu Fuss in den Regenwald staerkten. Die Umgebung war eine traumhafte Abwechslung, viele bunte grosse Schmetterlinge, Riesenfarn, saftige Gruentoene mit farbenpraechtigen Blueten.





Nach diesen farbenfrohen Eindruecken machten wir uns wieder uebergluecklich auf den Weg in unser Hostel. Am naechsten Tag erlebten wir ein neues Abenteuer mit Hilfe eines anderen farbaren Untersatzes... ein Quad war unser Wegbegleiter fuer 2 Stunden. Wir trotzten den ueblichen Touristenpfaden und ignorierten gekonnt die Vorschriften nur auf asphaltierten Strassen zu fahren und holten das Letzte aus unserem Gefaehrt heraus, um den Ausblick von einem hoeher gelegenen ueber unwegige Strassen erreichbaren Mirador (Casa del Arbol) zu geniessen.


Wie der Name schon sagt, erwartete uns dort ein huebsches Baumhaus mit einer Schaukel, die einem das Gefuehl gab bis weit in den Himmel zu schweben.




Nachdem der Nachmittag leider ziemlich verregnet war, sahen wir uns bedauerlicherweise gezwungen eine Massage Deluxe ueber uns ergehen zu lassen.


Dem naechsten Touristenanziehungpunkt Riobamba entwichen wir indem wir ein kleines Kaff in der Naehe ansteuerten, Cajabamba war dessen Name. Gluecklicherweise verfuegte dieses auch ueber ein einziges Hostel, das scheinbar nicht oft Gaeste empfaengt, da uns erst nach mehrmaligen Nachfragen und Telefonaten Einlass gewaehrt wurde. Vor Ort erfuhren wir ueber die nicht uninteressanten Sehenswuerdigkeiten in der Umgebung, wie z.B. die aelteste Kirche Ecuadors, die Ruinen des ehemaligen Quitos sowie eine Lagune, und entschlossen uns spontan diese aufzusuchen.





Aufgrund der Empfehlung zweier einheimischer Architekten, welche wir zufaellig bei der Lagune trafen und die uns die Geschichte rund um die Sehenswuerdigkeiten erklaerten, machten wir uns am darauffolgenden Tag auf nach Alausì und zur angeblich "gefaehrlichsten Eisenbahnstrecke" (Nariz del Diablo) der Welt.


Aufgeregt und in hoher Erwartung stiegen wir mit einer Horde euphorischer Mitsechziger in das wartende Touristenzueglein und die Spannung steigte... Mit schwindelerregenden geschaetzten 5 km/h brauste der Wagon los (Warnung an alle Toupettraeger!!!), vorbei an gefaehrlichen Klippen im Zick Zack 500m/min, ach nein es waren ja 100m in 5min, hinunter in den sicheren Hafen, wo sich zufaellig Einheimische in ihren Trachten befanden, die uns gluecklich mit einem Tanz empfingen. Leider verpassten wir das 2-stuendige Spektakel, da wir es wagten ohne Guide die Umgebung zu erkundschaften. Da sassen wir nun an einem extra fuer Touristen erbauten Bahnhof mitten im Nirgendwo fest und es blieb uns nichts anderes uebrig, als mit dem Zueglein und dem immer noch begeisterten Pensionistenclub wieder die spektaktulaere Rueckfahrt anzutreten. Kurz gesagt: die Fahrt von Innsbruck ueber den Arlberg ist weitaus aufregender!





Auf dem Weg Richtung Sueden machten wir einen kurzen Zwischenstopp in Ingapirca, dem wichtigsten Fundort von Inca-Ruinen in Ecuador. Leider hat das Wetter nicht mitgespielt...



Unser naechstes Reiseziel war dafuer besser als erwartet - Cuenca, die drittgroesste Stadt Ecuadors erwartete uns mit seinem ecuadorianischen Charme und seinen zahlreichen unterschiedlichen Kirchen, sodass wir uns spontan dazu entschlossen ein paar Tage an diesem Ort zu verweilen.




Von Cuenca aus ging es in der Frueh zum Nationalpark Cajas. Wieder einmal machten wir die Erfahrung, dass die Bustransporte in Ecuador nicht nach Plan verlaufen bzw. sich niemand wirklich auskennt. Per Zufall erwischten wir doch noch einen Bus in die richtige Richtung und konnten unsere 2 1/4 h Wanderung (laut Tourismusbuero 4 h) starten. Die einzige Challenge dieser gemuetlichen Wanderung waren die Sumpfgebiete, die wir nur mit Hilfe der geschwungenen Baumstaemmen ueberwinden konnten indem wir uns von Ast zu Ast hangelten. Der Ausflug in diesen einsamen Nationalpark mit seiner einzigartigen Vegetation hat sich auf jeden Fall gelohnt.



Auf dem Rueckweg vom Nationalpark in die Stadt machten wir einen spontanen Abstecher in die bekannte Hutfabrik von Homero Ortega.


Am letzten Abend erkundeten wir noch das Nachtleben Cuencas und seine Lokalitaeten. Aufgrund der diversen Happy Hour-Angeboten und zahlreichen Shisha-Bars konnten wir der Verlockung nicht widerstehen.

Ueber Loja fuehrte unser Weg nach Vilcabamba nahe der peruianischen Grenze, wo wir per Zufall auf unseren temporaeren schweizer Wegbegleiter Elia trafen. Eine nette, aber schweisstreibende Wanderung in der prallen Sonne stand am darauffolgenden Morgen auf dem Programm. Zum Glueck war unser Ziel ein versteckter Wasserfall, der uns spontan zum Abkuehlen verfuehrte und fuer Erfrischung sorgte.


Unsere letzten Abendstunden in Ecuador verbrachten wir zu Dritt mit Jatzy und Bier in unserem 5*Deluxe-Hostel zwischen Bananenpalmen samt Cucarachas und anderem Getier auf der Terrasse bevor unsere abenteuerliche Reise nach Peru begann...

Alles Liebe,
eure Maedls

3 Kommentare:

  1. Mädels klingt alles super!!! Viel Spaß auch weiterhin :-) lg Christina

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  2. Freue mich schon auf Peru! :). gebt den cucarachas von mir ein küsschen ;), eure suse

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  3. coole fotos! :)

    viel spass noch,
    kautzy

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